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Ab sofort unter neuer Domain: Papaganda.org

Nachdem ich hier ein paar Artikel veröffentlicht habe, bemerkte ich, auf was man alles verzichten muss, wenn man einen Blog bei WordPress hostet. Von daher habe ich mich dazu entschieden, dem Vaterblog eine eigene Domain zu spendieren. Wer also weiterhin mitlesen möchte, dem empfehle ich zukünftig hier vorbeizuschauen:

www.papaganda.org

Unter allen Top Level Domains kam nur .org in Frage. Nichtkommerzielle Organisation. Familie ist eben Familie😉

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Lotterleben

Gespräch des Tages

Kind 2 ist momentan leicht erkältet. Nun ist es so, dass es ab und an Hustensaft bekommt. Ich habe den Saft noch nicht probiert, aber wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, so hat das Zeug immer ganz furchtbar geschmeckt. Deshalb bekommt Kind 2 noch einen Schluck Wasser danach, weil „Bääääähhhhh“ und so. Gestern Abend kam Kind 2 aus dem Bad und lief freudestrahlend auf mich zu.

Kind 2: „Papa, ich brauche meinen Hustensaft!“
Ich: „Klar, mache ich gleich.“
Kind 2: „Das brauchst du nicht.“
Ich: „Warum nicht?“
Kind 2: „Wenn du jetzt „Ja“ sagst, dann sage ich „Nein“. Dann trinke ich den Hustensaft nicht. So einfach ist das. Und das ist gar nicht schlimm. Immer wenn du „Ja“ sagst, sage ich „Nein“, dann kann ich immer machen was ich will. So einfach ist das.“

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Lotterleben

Wie Fashion Victims uns zu Modeopfern machen

Eine nicht geringe Anzahl von Männern hat keinerlei Ahnung von Mode. Geschweige denn wissen wir, welche Farben zusammenpassen. Wir Väter nehmen die Welt mit Kindern unter dem „Praktisch muss es sein“ Aspekt wahr. Stopp.

Wahrscheinlich wissen sehr viele Männer, was gerade modern ist, welche Farben momentan im Trend liegen und in welchen Kombinationen man diese tragen kann. Nur ich eben nicht. Ich kombiniere ein braunes Oberteil mutig mit einer grünen Cargohose. Die Fashion Blogger würden sich die Hände vors Gesicht halten, während ich, mir keiner Schuld bewusst, die Straße entlangschlendere.

Freie Auswahl für alle

Wenn es die Zeit zulässt, dann suchen sich Kind 1 und 2 die Kleider, die sie anziehen möchten, selbst aus. Wenn zeitlicher Druck herrscht, dann lege ich meist 2 Kleidungsstücke zur Auswahl hin. Also 2 Hosen, 2 Oberteile und so weiter. Dabei achte ich natürlich nicht auf eine Farbkompatibilität. Wir wollen ja nur kurz zum Bäcker.

So laufen Kind 1 und 2 manchmal in den unpassendsten Farb,- und Kleider-Kombinationen umher. Beide stehen selbstbewusst in Jogginghose und feinem Hemd beim Bäcker und krakeelen nach einer Brezel.

Nun habe ich offensichtlich ein fehlendes Modegen, dafür ist das Wahrnehmungsgen zu stark ausgeprägt. Die Blicke der modebewussten Mütter bleiben mir selten verborgen. Manchmal wagen einige, vermutlich aus Mitleid, die direkte Ansprache:

Die Zeit kenne ich auch noch, als sich die Kinder ihre Kleider selbst auswählten und kein Kleidungsstück zum anderen passte. Das war hart.

Ich brauche kein Mitleid. Ich finde das toll! Manchmal bescheinigt man mir sogar eine Art Mut, wenn ich mit den Kindern in wildesten Kleider-Kombinationen am öffentlichen Leben teilnehme. Gleichzeitig stellt sich mir die Frage, ob die modebewussten Mütter, die mich ansprechen nicht sehen, was ich für eine Kombination trage. Da sich Erwachsene aber eher selten die Wahrheit sagen, geniesse ich einen verbalen Schutz, den die Kinder nicht haben. Unfair. Bis heute warte ich auf den Tag, an dem ein Fashion Victim sagt:

Finden Sie es nicht bedenklich, wie Sie ihre Kinder anziehen? Lassen Sie das lieber ihre Frau machen oder ziehen Sie den Kleinen bitte anständige Kleider-Kombinationen an. Ihre Kinder werden es mit diesem Auftreten später im Leben sehr schwer haben.

Wir sind harmlos, wir tun euch nichts

Inzwischen habe ich einen Weg gefunden, mit dem sowohl die Kinder, als auch ich, zufrieden sind:

Wissen Sie, bei uns läuft das so: die Kinder suchen meine Kleider aus und ich ihre.

Nach diesem Satz kommt meist noch ein „Das ist ja eine tolle Idee“ als Antwort, bevor sich die modebewussten Mütter umdrehen und auf dem roten Teppich den Bäcker kopfschüttelnd verlassen.

Liebe modebewusste Mütter: wir brauchen keine Typberatung. Das gehört so. Auch wenn ihr als Fashion Victims uns als Modeopfer identifiziert habt: wir sind vollkommen harmlos. Wir lieben nur das Verrückte, Irre und eben das, was uns gefällt. Wenn Kind 2 das gelbe Shirt unbedingt zur roten Hose anziehen möchte, dann unterstütze ich es dabei. Wenn Kind 1 eine kurze Hose mit Kniestrümpfen anziehen möchte, dann unterstütze ich es. Und wenn ihr Pech habt, dann laufe ich an manchen Tagen wie meine Kinder umher.

In diesem Sinne bis demnächst. Beim Bäcker.

P.S. Das in die Jogginghose gesteckte Hemd gehört so.

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Mit den Kindern getestet: Google Android Spracherkennung

Manchmal überkommt es mich und ich bilde mir ein den Kindern zeigen zu können, dass man mit so einem Telefon viel mehr anstellen kann, als nur zu spielen. Natürlich wollten die Kinder gleich wissen, was man denn jetzt so Tolles damit machen könnte. Da wir gerne gemeinsam lachen, schlug ich vor Androids Sprachsteuerung zu testen. Als Erklärung für die Kinder musste reichen, dass man ins Telefon sprechen kann, wenn das Mikrofon rot leuchtet.

Hier ein paar Dinge, die Kind 1 und 2 wissen wollten:

Hallo Kinder…

Das würde mich als Kind auch brennend interessieren…

Liebe Kinder, so habe ich euch doch nicht erzogen, oder?😉

Liebe Google Android Entwickler

Könntet ihr bitte zu oben genannten Fragen hilfreiche Antworten hinterlegen? Kind 1 und 2 sind enttäuscht, weil keine erfolgreichen Antworten erschienen sind.

Kind 2 kommentiert das so:

Wenn das Telefon nicht weiss, wann das Kinderhaus zu Ende ist, und auch nicht weiss, wann die Pizza fertig ist, dann kennt mich der Mensch da drinnen nicht.

Ende.

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